Cuxhaven Kultur entdecken und schätzen lernen - jetzt urlaub machen

Cuxhaven Kultur entdecken und schätzen lernen

Cuxhaven Kultur

Windstärke 10 Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven

Cuxhaven Kultur Windstärke 10 Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven, Ohlroggestr.1, 27472 Cuxhaven. Öffnungszeiten: April bis Oktober täglich 10 bis 18 Uhr, November bis März täglich 10 bis 17 Uhr, Feiertage geöffnet, außer 24 bis 26.12.,  31.12., 1.1. Hunde leider nicht möglich. Cuxhaven Kultur wird auch Sie begeistern.

In den ehemaligen Fischpackhallen, mitten im Hafengebiet von Cuxhaven zeigt Windstärke 10, das Wrack- und Fischereimuseum, auf 4000qm Ausstellungsfläche Spannendes, Ergreifendes und Wissenswertes: über Gefahren auf See, Schiffsbruch, Kampf ums Überleben, harte Arbeit an Bord der Fischtrawler. Für Besucher jeden Alters. Es berichtet über Fischfangfahrten nach Island und über die Arbeit der Wracktaucher.

Cuxhaven Kultur Fischer

Zwei Arten von Gruppenführungen werden nach Voranmeldung angeboten. Zum einen eine sogenannte Überblicksführung. Und außerdem zwei Themenführungen:  Hochseefischerei und Katastrophen auf See. Jeden Donnerstag zeigt der Netzmacher Klaus Hankel,  wie Netze gestrickt und Seemannsknoten gemacht werden.

Alle Exponate sind ebenerdig für Rollstuhlfahrer erreichbar. Und wer möchte, kann sich einen tragbaren Hocker ausleihen, um sich zwischenzeitlich etwas auszuruhen.In der ARD Mediathek vom 9.1.2018 ist ein eindrucksvoller Beitrag„ Realitätsnah: „Museum Windstärke10“ zu sehen. Fast 50.000 Menschen haben das Museum in 2018 aufgesucht. Die Kommentare sind weit überwiegend sehr positiv. Ein Besuch lohnt sich!

Cuxhaven Kultur: Feuerschiff Elbe 1

Das letzte sogenannte Feuerschiff auf der Position Elbe 1, das ist der Übergang der Elbe in die offenen Nordsee bei Cuxhaven, die Bürgermeister Oswald II, wurde am 22. April 1988  außer Betrieb gesetzt. Damit ging die 172-jährige Geschichte der mit Mannschaft besetzten Feuerschiffe zu Ende. Die Oswald II wird bis heute in betriebsfähigem Zustand erhalten und dient als Museumsschiff. Ihr Standort ist der Alte Hafen in Cuxhaven.  Es kann zu bestimmten Zeiten besichtigt werden. Nach Anmeldung können Gäste an einer der sehr beliebten, gelegentlichen Ausfahrten teilnehmen. Das ehemalige Feuerschiff wird, auf Antrag, auch für Trauungen auf See genutzt.

Geschichte der früheren Feuerschiffe

Die Cuxhaven Kultur ist vielfältig wie die Geschichte der Feuerschiffe selbst. Zunächst stellt sich jedoch die Frage, was ein  Feuerschiff eigentlich ist? Ein Feuerschiff ist kein gewöhnliches Schiff. Es hat zwar alle notwendigen Ausstattungen, um auch als Schiff fahren zu können. Es ist aufgrund seiner Funktion als Seezeichen, an dem sich die übrigen Teilnehmer der Seefahrt zuverlässig orientieren können, an einer vorgeschriebenen Position, hier Elbe 1,  fest verankert.  Ein Feuerschiff darf seine Position unter keinen Umständen verlassen. Siegfried Lenz schreibt in seinem Buch Das Feuerschiff: „Wenn ein Schiff draußen untergeht, dann ist das ein einzelnes Unglück und gehört zu dem Preis, den die Seeleute zahlen müssen. Aber wenn ein Feuerschiff von seinem Standort verschwindet, hört die Ordnung auf See auf.“

Elbe 1 ist der Ansteuerungspunkt der von der Nordsee in Richtung Hafen Hamburg über die Elbe einlaufenden und in Richtung Nordsee auslaufenden Schiffe. Feuerschiffe werden auch als schwimmende Leuchttürme bezeichnet. Sie weisen ortsfremden Schiffen zuverlässig den Weg. Ihre Besatzungen sind nicht nur für den eigentlichen Betrieb des Schiffes zuständig. Sie helfen Menschen in Seenot, holen Hilfe, beobachten Wasser, Wetter und Wind und beobachten die ein- und auslaufenden Schiffe.

Insgesamt 11 Schiffe

Es waren insgesamt 11 Schiffe, die in der Zeit von 1816 bis 1988 als Feuerschiff auf Elbe 1 eingesetzt waren.  Gleich das erste Schiff, die im Jahr 1816 eingesetzte „Seestern“, kenterte in schwerem Sturm am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1824. Dabei kamen die acht Mitglieder der Besatzung und zwei Lotsen zu Tode.

Am 27.10.1936 kam es bei schwerem Orkan zu einer weiteren Katastrophe. Die „Bürgermeister Oswald 1“ kenterte und versank. Fünfzehn Besatzungsmitglieder kamen dabei um. Das Schiff geriet in einen sogenannten Mahlsand. Es wurde nie wieder aufgefunden. Das Unglück traf die betroffenen Familien hart. Die öffentliche Anteilnahme war groß. Die Besatzung hätte schon am Vortag abgelöst werden sollen. Sie verblieb wegen des schlechten Wetters jedoch auf ihrem Posten. Der Kapitän hätte seine Position verlassen können. Er tat es nicht.

Hergang der Katastrophe

Der Kapitän des zur Zeit des Unglückes elbeaufwärts fahrenden englischen Schiffes „The President“ wurde Zeuge der Katastrophe. Er beobachtete, dass das Feuerschiff zu dieser Zeit auf der Backbordseite einer ungewöhnlich großen Welle ausgesetzt war. Es drehte plötzlich voll nach Steuerbord und versank. Da der Engländer nicht über Funk verfügte, konnte er erst viel später Hilfe anfordern. „Es ist das Schrecklichste, was ich während meiner langen Jahre auf See in Krieg und Frieden erlebte. Ich sah torpedierte Schiffe sinken, aber nichts hat mich so ergriffen, wie der Untergang des Feuerschiffes Elbe 1.“ So der Kapitän des englischen Schiffes.

 

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